Den Betroffenen eine Stimme geben

Betroffeneninitiative im Bistum Münster

Ende Juni/Anfang Juli diesen Jahres haben wir Ihnen ein Schreiben zugesandt mit einem „Aufruf zur Betroffeneninitiative“. Dieses Schreiben hat das Bistum Münster auf unseren Wunsch hin, auf dem damals von uns für richtig erachteten Weg verschickt. In dem Aufruf hieß es:

 

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„Wir sind eine Gruppe von Betroffenen, die durch Menschen, die im Bistum Münster/ Offizialat Vechta tätig waren bzw. sind, sexuelle Gewalt und Missbrauch erlebt haben. Wir halten es für wichtig, dass nicht über uns und – von wem auch immer – für uns als Betroffene gesprochen wird, sondern dass nur wir für uns selbst sprechen, und zwar als unabhängige Gruppe. Deshalb versuchen wir, uns selbständig zu vernetzen und zu organisieren. Am Ende dieses Prozesses könnte eine eigenständige Betroffenenorganisation, eine Betroffenenbeteiligung und/oder etwas Drittes stehen. Aus diesem Grunde suchen wir Kontakt zu weiteren Betroffenen, die Interesse an einem dieser Ziele haben oder auch nur mit anderen Betroffenen Austausch wünschen. Das Bistum Münster unterstützt diese Kontaktaufnahme und unsere Arbeit.
Unsere Vernetzung kann – ohne dass wir irgendetwas vor- oder festschreiben möchten – in einer Betroffenenbeteiligung münden, die derzeit in anderen deutschen Bistümern auch auf Vorgabe des UBSKM, des „Unabhängigen Beauftragten für Sexuellen Kindesmissbrauch“ der Bundesregierung in Sachen Aufarbeitung sexueller Gewalt, entsteht. Sie kann auch die von vielen von uns seit Langem geforderte, unabhängige und von Betroffenen organisierte Mitsprache auf Bistumsebene bewirken.
Mit diesem Schreiben möchten wir andere Betroffenen einladen, sich zu überlegen, ob und in welcher Form sie an einer solchen Betroffenenarbeit mitwirken wollen.
Deshalb unsere Bitte: Melden Sie sich über eine der genannten Kontaktmöglichkeiten, um Ihr grundsätzliches Interesse zu bekunden oder Fragen zu stellen. Wir werden dann über die nächsten Schritte informieren und zu einem ersten Treffen einladen. In diesem ersten Treffen könnte ein erster Gedankenaustausch erfolgen, vielleicht könnten auch schon erste Entscheidungen getroffen werden. Angedacht ist dieses erste Treffen schon im Herbst dieses Jahrs, so dass wir diesem ersten Schreiben auch konkrete Taten folgen lassen werden. Wir würden uns über Ihre Mitwirkung sehr freuen!“

Heute möchten wir uns erneut an Sie wenden, um Sie über den Stand und den weiteren Verlauf zu informieren. Auch dieser Brief an Sie wurde vom Bistum Münster in unserem Auftrag verschickt. Selbstverständlich hat das Bistum Münster uns keinerlei Angaben zu den Adressaten offengelegt, also auch nicht zu Ihnen. Die Anonymität all derjenigen, die diesen Brief erhalten, ist auch uns, den Unterzeichner: innen gegenüber, vollständig gewahrt. 

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In den zahlreichen Rückmeldungen, die wir erhalten haben, wurden auch Unsicherheiten thematisiert und Nachfragen gestellt. Wir möchten diese gerne aufgreifen und senden Ihnen dazu in der Anlage Antworten auf die häufigen gestellten Fragen.
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In der Initiative hat es Meinungsverschiedenheiten über den richtigen Weg gegeben. Wir, die Unterzeichner: innen, haben uns nach intensiver Diskussion entschieden, in der bisherigen Weise weiterzumachen, weil wir eine Vernetzung der Betroffenen im Bistum Münster für sinnvoll halten.
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Unsere Initiative ist vom Bistum Münster unabhängig. Das Bistum hat erklärt, dass es die Initiative begrüßt und dass es die Kosten des von uns geplanten Treffens (Raumkosten, Anreise- und Übernachtungskosten der Teilnehmer*innen, Kosten der Moderation) übernehmen wird.
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Das erste Treffen von Betroffenen ist für

Samstag, den 5. Februar 2022,

in Münster geplant. Wir bitten höflich, dass Sie sich diesen Termin, sollten Sie teilnehmen wollen, freihalten. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich entschließen könnten, an dem Termin teilzunehmen! Vertreter des Bistums Münster werden nicht anwesend sein.

Wir haben uns für diesen späteren Termin entschieden, weil sich der Vorbereitungsaufwand – insbesondere die Suche nach einem geeigneten Moderationsteam für das Treffen – als zeitaufwendiger und vor allem schwieriger erwiesen hat als wir dies erwartet haben.

Sobald Näheres feststeht, erhalten Sie dazu weitere Informationen.

Vielleicht haben Sie sich schon aufgrund des ersten Aufrufs gemeldet. Aber wegen der entstandenen Irritationen bitten wir höflich um eine erneute Rückmeldung an Sara Wiese, Postfach 200242, 45632 Recklinghausen, betroffenenbeteiligung@gmail.com, Tel/WhatsApp: 0170 5412243. (WhatsApp ist ausdrücklich erwünscht.)
Absolute Vertraulichkeit ist auch hier gewahrt.

Wir freuen uns über jede Rückmeldung und den Austausch mit Ihnen!
Mit freundlichen Grüßen

Hans Jürgen Hilling, Franz Nienaber, Sara Wiese, Ulrich Schulze Bertelsbeck und weitere Betroffene

An folgende Ansprechpartner können Sie sich wenden:

Adresse

Dr. Hans Jürgen Hilling
Postfach 113208
20432 Hamburg

Tel / WhatsApp

Bernd Theilmann
0170 5412243

E-Mail